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        Morganes zauberhaftes Feen-Lexikon

 

Stichworte:         A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Anhang:       Die Gute Fee,  Elfen,  Gnome,  Kobolde,  Gute Geister

Adatiel:
Luftgeist. Er ist sehr schnell.

Aes side:
Keltische Bezeichnung für das Hügelvolk. Es setzt sich aus übernatürlichen Gestalten unterschiedlichster Herkunft zusammen /Zwerge, Feen, Elfen, Vulkani u. a.).

Afriten:
Bezeichnung der Elementarwesen bei den Ägyptern.

Agares:
Dienstbereiter Luftgeist. Gehört zur Gruppe der Sylphen. Sein Name findet sich in alten Schriften und Zauberbüchern. Er wurde z. B. für Wetterzauber gerufen.

Ahti:
Finnischer Wassergeist. Er ist der Herr der Fische und der fischreichen Gewässer, die daher "Die Grube des Ahti" genannt werden. Er sammelt die erstreut schwimmenden Fische und gibt sie dem Fischer zum Fang.

Aigina, Aegina, Ägina:
Griechische Flussnymphe. Sie ist die Tochter des Flussgottes Aosopos und der Flussgöttin Metope. Sie wurde von Zeus, dem griechischen Göttervater, auf die Insel Oinone (südwestlich von Athen) entführt und von ihm geschwängert. Seitdem ist die Insel Aigina (Ziegeninsel) nach ihr benannt.

Aiharro-haio:
Baskischer Kobold und Familiengeist. Man kann ihn sich dienstbar machen, indem man eine Büchse an einem Brombeerstrauch befestigt, in die vier Kobolde schlüpfen können. Dies sollte man am Vorabend des Johannistages (23./24. Juni) tun. Der Aiharro-haio kümmert sich auf seine ureigene Weise um Haus, Hof und Familie.

Aine:
Irische Feenfrau. Sie hatte einen steinernen Stuhl, genannt Cathair Aine. Jeder, der sich auf diesen Stuhl setzte, lief Gefahr, den Verstand zu verlieren. Saß ein Mensch dreimal darauf, so wurde er für immer wahnsinnig. Menschen, deren Sinne verwirrt, Tiere, die verrückt und tollwütig waren, kamen zu diesem Stein und stürzten sich von dort ins Meer, wo Aine ihre Wohnung hat. Sie hat Macht über den ganzen Körper, verleiht die Gabe des Dichtens und Musizierens. Man sollte sie nicht verkrämen, denn sie ist sehr rachsüchtig.

Aitvaras:
Litauischer Hausgeist und schatzbringender Drache. Er bringt denjenigen Geld, Gold und Güter, die ihm seine Seele verschrieben haben, wobei er diesen Reichtum jedoch anderen gestohlen hat. Man kann ihn bei einem Kaufmann in Riga, Königsberg oder Memel kaufen oder auch selbst ausbrüten. Wird er schlecht behandelt, setzt er das Haus in Brand. Er erscheint den Menschen in Gestalt eines schwarzen Katers oder eines schwarzen Huhns.

Akerbeltz:
Baskischer Höhlengeist in Gestalt eines Ziegenbocks. Er ist der Hüter der Herden. Er kann Seuchen herbeirufen und Tierherden von Seuchen heilen.

Alarabi:
Baskischer Berggeist. Er erscheint in Menschengestalt mit nur einem Auge auf der Stirn und einem einzigen Bein, dessen Fuß eine runde Sohle hat.

Alb oder Alp:
Alb oder Alp (nordgermanisch alfr) ist die deutsche Bezeichnung der Elben, übernatürlicher Wesen, in der Rangordnung unter den Göttern gedacht. Sie wurden nach der Christianisierung als Dämonen betrachtet, die vor allem beklemmende Angstträume verursachten, ähnlich wie erotische Träume den teuflischen Wesen Incubus und Succubus zugeschrieben wurden. Im alpinen Raum entsprechen den "dämonischen" Alben die Druden. Als "Elben" wurden in Hexenprozessen oft die sagenhaften Kleindämonen bezeichnet, die der Satan den Hexen als Hilfsgeister zur Seite gestellt haben sollte.
Der Alp war ehemals vermutlich ein "gutes" Feenwesen, schon im Mittelalter aber zum bösen, schlafende Menschen zäumenden und reitenden Gespenst umgedeutet.
Für sie gibt es in allen Kulturen viele Namen wie Mahr, Mahrt, Zmora, Murawa, Mora, Schrättling, Schreck, Schrätzmännel, Drud, Trud, Drutt, Trudd, Trempe, Stempe, Letzeköppchen, Drücker, Nachtmännle, Nachtfraueli... Sie können sich in vielen Gestalten zeigen und auch innerhalb von Sekunden die Gestalt wechseln. Oft erscheinen sie in Tiergestalt, meist rauhaarig und zottig, als Kater oder Katze mit haarigem Menschengesicht, als schwarzer Hund, Affe, Fuchs, Pferd mit feurigen Augen, schwarze Henne, Elster, schleimige kleine Tiere, als Schlange mit glühenden Augen, Kröten, weißes Schwein, als Fliege oder Maus mit rotem Streifen am Hals, als grauer Schmetterling ... oder in menschlicher Gestalt als schwarze Dame, altes Weib mit langer Nase, großen Augen, eiskalter Hand, einem schweren Klotz in den Armen, langen Haaren, breit, mit platten siebeneckigen Druden- oder Krottenfüssen; oder als hässliches Männlein mit dickem Kopf, unheimlichen Glotzaugen, ohne Rücken oder buckelig; meist in den Farben Grau oder Rot; oder als Soldat mehr oder weniger gestaltlos; auch als hässliches Wesen mit großem Kopf, ohne Arme und Beine.
Weitere Dinge, an denen man einen Alp oder Druckgeist erkennen kann, sind: alte zottelige Wolldecken, Geräusche, wie wenn etwas über den Boden geschleift wird oder wie wenn ein nasser Sack auf den Boden fällt, tapsende, schwerfällige Schritte, ein Wollknäuel, der in das Zimmer rollt, ein weißer Nebel, ein Zugwind, unangenehmer Geruch. Er kann in ein Zimmer rollen, durch Schlüssellöcher schlüpfen, dazu haspelt er sich seine Gedärme aus dem Leib, damit er dünner wird. Außerdem kann er sich zu einem Knäuel zusammenziehen oder sich riesenhaft ausdehnen.

Alberich
ist in den Merowingersagen der König der Unterwelt. Mit seiner Tarnkappe kann er sich unsichtbar machen. Siegfried entriss Alberich die Zauberkappe. Aber in seinem Edelmut schenkt er dem Zwergenkönig das Leben, worauf Alberich künftig Siegfrieds Schätze bewacht.

Alfar oder Alfen:
Nordische Feen, die nach ihren Wohnorten in Licht- und Dunkelalfen unterschieden werden. Sie stehen in engem Kontakt zu den Menschen, sind aber mit Vorsicht zu behandeln. Wenn verärgert, können sie Krankheiten schicken.

Alfheim:
In der germanischen Mythologie die Heimstatt von Feen, Elfen und guten Geistern.

Afrauen:
Weibliche Berggeister aus Kärnten, Österreich, die in den Felsen wehklagen. Wer sie mit Speisen würdigt, den belohnen sie, indem sie die Schüsseln, in denen die Speisen dargereicht wurden, mit Silber und Gold füllen. Wer sie betrügt, missachtet oder übergeht, an dem rächen sie sich fürchterlich.

Alraune oder Alraun:
Alraun (m.) oder "die Alraunen", Name der menschengestaltähnlichen Wurzel der Mandragora-Pflanze (Mandragora officinarum). Alraunen galten in früheren Jahrhunderten vielfach als eine Art von segenbringenden Hausgeistern, die man bekleidete, speiste und in den Geldkästchen aufbewahrte, damit das Geld nie ausgehen solle. Vielfach wurden den leichtgläubigen Käufern von solchen Figürchen pflanzlicher Herkunft statt Mandragora-Wurzeln solche der Zaunrübe (Bryonia) zugeschanzt.

Alven:
Durchsichtige, praktisch unsichtbare niederländische Feen. Sie leben in Gewässern oder kleinen Erdhügeln, den sogenannten Alvinnenhügeln. Sie sind Herrscherinnen über zahlreiche Flüsse und vor sind allem nachts aktiv.

Andwari
auch Alberich genannt, in der nordischen Mythologie ein Zwergenhandwerker, der eifersüchtig den Zauberring Draupnir und andere Kleinodien der Götter bewachte. Als der Ring von Loki gestohlen wurde, verfluchte ihn Andvari und rief damit Leid und Unheil auf all jene herab , die mit Draupnir in Berührung kamen.

Aoibhell:
Weissagende Feenfrau, die einst in Craig Liath in Irland zu finden war. Sie konnte Menschen unsichtbar machen, warnen und so einiges. Wer die von ihr gefertigte Zauberharfe hörte, war dem Tod nahe.

Aonghus
Ein charmanter Gott der Liebe und Etikette, der keltische Eros, eine bezaubernde Gestalt, der die schäumende See mit ihrer Elfen-Zauberkraft beruhigt.

Apsaras:
(Sanskrit, wörtlich "Wassergeherin") In der vorvedischen indischen Mythologie eine Wasser-Nymphe, die in einem Lotusteich oder Weiher lebt. Gelegentlich werden Apsaras mit Fruchtbarkeitsriten in Verbindung gebracht. Sie sind in manchem den klassischen Sirenen vergleichbar, die ebenfalls von berückender Schönheit sind und Männer in den Tod locken. Sie werden oft mit einem Lotos in der Hand dargestellt und sind berühmt wegen ihrer Tanz- und Verführungskünste.

Arawn:
Keltischer Herr, Fürst und Gebieter von Annwn. Er stammt aus dem Reich der Fairies und verfügt über zahlreiche magische Fähigkeiten. Er wird als graugewandeter Jäger mit grauem Pferd beschrieben, der aus dem Nichts auftaucht.

Ariel:
in der Ritualmagie und in kabbalistischen Texten oft vorkommender Name eines Engels oder Geistes, wird als Hüter des Elementes Luft oder des Wassers bezeichnet und sein Name als "Löwe Gottes" übersetzt. In der spätjüdischen Tradition wird er als Hüterengel der Landtiere beschrieben.

Arienes:
Sie gehören zu den Luftfeen. Sie beaufsichtigen den gesamten Luftbereich in all seinen Schichten. Sie arbeiten gerne paarweise, am liebsten mit ihrem erwählten Liebespartner. Sie sind viel größer als Menschen und übertreffen uns an Anmut, Schönheit, Ebenmaß und Gestalt.

Aspirites:
Eine der höchsten Feenklassen, deren geistige Kräfte gewaltig sind. Sie üben ihren mächtigen Einfluss bei Bekämpfung von Feuer, Wasser und Stürmen aus. Ihre Macht ist nicht nur auf unsere Erde beschränkt, sondern dehnt sich auch zu anderen Planteten in den Kosmos aus, von wo sie Planetenströme zur Erde leiten. Sie bekämpfen auch schwere Krankheiten.

Asrai:
Kleine weibliche Wasserfeen, die als Tröpfchen oder kleine Nebelfetzen über dem Wasser tanzen und schweben. Sobald sie direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind oder man versucht, sie zu berühren, verwandeln sie sich in Wasserpfützen.

Atarrabi, Ondarrabio, Atarrabio:
Ein baskischer guter Wettergeist.

Aulkenzwerge:
Zwergenorte im Ensland.

Aumakua:
Hawaiianische Schutzgeister. Als Wanderer der Nacht bewahren sie die Seelen der Toten auf ihrer Reise nach Hawaiki vor Gefahren und heißen sie willkommen. Das Boot auf dieser Reise heißt "Kokosnuss", "Schale" oder "Regenbogen".

Avalon (Annwn)
eine walisische Anderswelt, ein idyllisches Land des Friedens und des Überflusses. Avalon wird in der keltisch-englischen Sage als ein idyllischer See mit einer Felseninsel inmitten fruchtbarer Gefilde dargestellt, offenbar eine Art von Jenseits.
In Annwn gab es einen Brunnen mit süßem Wein, und einen Kessel der Wiedergeburt, welcher möglicherweise der Ursprung des Gralsmythos war. Einer walisischen Überlieferung nach, verlor Artus, der hier aber auch sein Schwert Excalibur empfangen hat, die meisten seiner Mannen bei dem Versuch, den magischen Kessel zu erobern. Der Kessel wurde von neun Jungfrauen bewacht.
Christlichen Ursprungs ist das Sagenmotiv, dass auf der Avalon-Insel eine Kirche steht, die aus der Zeit Jesu Christi stammt und von Joseph von Arimatheas erbaut wurde.

Baba, Baba Jaga:
Ursprünglich eine ungarische gütige und hilfreiche Fee, die Menschen, die dazu bereit waren, in die Anderswelt eingeweiht zu werden, begleitete. Sie weihte besonders Frauen in die magischen Kräfte des Weiblichen ein. In späteren Zeiten wurde sie zu einer unheimlichen Hexe degradiert, der man zauberische Kräfte nachsagte und vor der man sich zu hüten hatte, In vielen Märchen und alten Geschichten findet man sie unter der Bezeichnung Baba Jaga. Ihre Kennzeichen sind Schädel und Menschenknochen und ein Haus, das auf einem Hahnenfuß steht und sich drehen und bewegen kann.

Banshee:
oder bean sidhe,
Feenfrauen, die unterirdisch im funkelnden sidhe, Feenreich, verborgen unter grasbewachsenen Wällen an irischen Berghängen lebten. Der Legende nach schließt sich eine Banshee einer Familie an und kündigt mit schaurigem Klagen Todesfälle an.

Baumgeister, Baumkult:
Wurde innerhalb vieler Kulturen betrieben. Bäume oder ihre Vervielfältigung, die Haine, vertreten die Erdmutter, mit der sie durch ihre Wurzeln verbunden sind.

Be Find:
AIrische Fee, "weiße Dame" genannt, welche die Menschen gütig und mitfühlend unterstütze. Früher soll sie einer der Muttergöttinnen gewesen sein, später galt sie als Fee, welche das Licht und die Heilung zu den Menschen bringt.

Beltane
Keltisches Frühlingsfest der Fenn und Elfen am Vorabend des 1. Mai.

Berchta, Bertha:
Deutsche, hauptsächlich aus dem bayerischen Raum überlieferte Fee, Königin der Elben. Sie wird mit Frau Holle gleichgesetzt und wohnt in Bäumen, Felsen und Brunnen. Ihr Tag ist der 6. Januar.

Bifröst
war eine gigantische Regenbogenbrücke, die von der glanzvollen Zitadelle von Asgard bis zum Erdenreich Midgard reichte. Die Götter benutzten den Regenbogen, um von einer Seite auf die andere zu gelangen.

Blumenfeen:
"ja, ganz klein sind wir, sind mal dort und auch mal hier. Werde ruhig in deinem Sein, dann bringen wir dir ein Lichtelein".

Bogie:
In der schottischen Mythologie Kobolde oder Gespenster, die Leid bringen und zum Fürchten aussehen. Von ähnlichen Wesen wird in aller Welt berichtet.

Boobrie:
Naturwesen, die in Irland, Schottland und England bekannt sind. Sie werden u. a. beschrieben als übergroße Wasservögel oder schneeweiße Hunde mit roten Ohren, Forellen mit silbernen Schuppen, Lachse. Durch sie erfährt man die Weisheit der Anderswelt.

Brisigamen:
war eine kostbare Halskette, die von Zwergenhand so meisterhaft gefertigt war, dass sie wie Feuer strahlte. Die Göttin Freyja bezahlte einen hohen Preis für den Schatz. Die außerirdische Schönheit des Schmuckstücks übertrug sich auf Freyja, weshalb sie es bei Tag und Nacht trug.

Brownie:
Kleiner englischer und schottischer Hausgeist, der sich bestimmten Familien anschließt und diese beschützt, solange täglich Milch oder Sahne bereitgestellt und er nicht gekränkt wird.

Bukura e detit:
"Die Meeresschöne". Mächtige und hilfreiche Fee in Albanien. Wester von Bukura e dbeut.

Buschfräulein:
Dem Spinnen ergebene Feen aus Thüringen, Sachsen und Böhmen, die sich im Wald aufhalten und dort den Umgang mit Holzweiblein und Beerenpflückerinnen suchen.

Buttergeister:
Sie zeigen sich meist in der Gestalt eines grünen Männleins. Sie wurden in ganz Irland und England gesichtet. Es ist eine den Leprechaun ähnelnde Koboldart, jedoch diebischer und durchtriebener. Buttergeister nehmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie lieben es, frische Butter oder Rahm zu naschen. Allerdings stehlen sie nicht vom Tisch eines armen Mannes, sondern nur von den reichen Herrschaften. Des Nachts kann man sie beobachten, wie sie mit Laterne und Haken durch die Gegend ziehen. Den Enterhaken brauchen sie, m hohe Regale erklimmen zu können.

Caer
war eine Feenjungfrau, die Aonghus, den irischen Gott der Liebe, liebte. Ihr Vater Ethal war einer der Tuatha de Danann. Aonghus sah Caer im Traum und wurde von Ihrer Schönheit so angezogen, dass er krank wurde. Als man herausfand, wer Caer war, bat Aonghus ihren Vater sogleich um ihre Hand, aber Ethal sagte, es stünde nicht in seiner Macht, dies zu gewähren, denn seine Tochter hatte die Gestalt eines Schwans angenommen. Sie kamen überein, dass Aonghus sie heiraten durfte, falls er sie unter der großen Schar der Schwäne, unter denen sie lebte, erkannte. Als die Schwäne den See des Drachenmals erreichten, ging Aongus zum Ufer. Als er Caer erkannte, rief er ihren Namen. Danach heirateten Aonghus und Caer.

Camelot:
Sagenhafte Städteburg, die nach Camulos benannt war, erbaut von Artus und das Herzstück seines Königreiches, der Sitz seiner Macht, Symbol einer goldenen Ära und sein Heim.

Chignomanush:
So werden bei den Zigeunern die Zwerge genannt. Sie werden als daumengroße Wesen männlichen und weiblichen Geschlechts beschrieben, die in Erdlöchern und -höhlen hausen, wo sie große Schätze hüten. Wer sich ihnen in Liebe zeigt und sie beachtet, dem können sie großes Glück bringen - und ebenso umgekehrt. Im Winter dringen sie oft in Stallungen ein, um aus den Eutern der Milchtiere zu saugen. Es ist ratsam, ihnen allabendlich eine Schale mit Milch hinzustellen.

Cluricaunes:
Irische Hausgeister, die Familie und Vieh beschützen, gerne Streiche spielen und ungesellig sind.

Corrigans
auch Kerions, in der keltisch-bretonischen Volkstradition Zwerge oder Gnomen von übermenschlicher Stärke, die als Erbauer oder auch Bewohner der prähistorischen Grosteinbauten (Megalithbauten) aufgefasst werden. Auch in anderen Räumen, etwas den Britischen Inseln, belebt die Volkssage die alten Grabhügel und Steintische mit einem zwergenhaften "unterirdischen Volk".

Curupira:
Brasilianisches Zwergengeschöpf, das Volkssagen als kahlköpfig, einäugig, mit großen Ohren und haarigem Körper schildern. Es reitet stets auf einem Schwein, oft mit rückwärts gedrehten Füßen.

Cutdams:
Arabische Dienstgeister, die den Menschen dienen oder sie verführen, je nachdem, welchen Reifegrad ein Mensch erreicht hat.

Dames vertes/blanches:
Reizvolle französische Feen, die vor allem in den Wäldern des Jura leben und es lieben, Menschen in die Irre zu führen. Doch übernehmen sie auch Schutzfunktionen für einzelne Familien.

Daoine Sidhe:
Das Feenvolk des schottischen Hochlands.

Daphne:
Griechische Nymphe und Tochter des Flussgottes Peneios. Apollon begehrte und verfolgte sie, denn sie war gar lieblich und wunderschön. Sie hat die Götter um Schutz und wurde in einen Lorbeerbaum verwandelt, der seither dem Apollon heilig ist.

Däumling:
Als Däumlinge werden Zwergensorten bezeichnet, die häufig aufgrund ihrer Kleinheit mit der Länge von Menschenfingern verglichen werden. u ihnen gehören Kobolde, Waldmännchen u. a., die in ihrem Wesen den Zwergen gleichen. Sie sind überall auf der Welt und in den verschiedensten Kulturkreisen bekannt. Sie verrichten vielerlei Arbeiten, doch wenn sie gestört oder beleidigt werden, legen sie sich grollend nieder. Ein bekannter Däumling ist der Perrault aus der französischen Sagenwelt.

Deive:
Litauische Bezeichnung für Feen und Göttinnen sowie für die heiligen Steine.

Devas:
1.(Sanskrit: „himmlisches Wesen“), in der Theosophie eine Hierarchie von Geistern, die das Universum regieren helfen. Einige dieser Debas gehören einer "höheren geistigen Welt" an, andere der Astralebene. Mitglieder der Findhorn-Gemeinschaft in Nordschottland schreiben ihren Erntesegen der Anwesenheit von Naturdevas zu, die das Wachstum begünstigen.

2. Im Zoroastrismus sind Devas böse Genien oder mißgünstige Geister, die Angra Mainyu, dem Gott der Finsternis, unterstehen.

Diwe:
In der persischen Mythologie und vor allem in Märchen vorkommende tiergesichtige Dämonen, die Hörner tragen und Menschen verschlingen. Der Name bezeichnete in der alten Form Daeva, Daiwa zunächst die Götterwelt der Zeit vor Zarathustra und erfuhr dann einen Bedeutungswandel zu gefallenen Engelwesen und Dämonen, die schließlich als Leichenfresser und Höllengeister auftraten und zu Märchen-Schreckgestalten wurden.

Drache:
Eine mythische Figur, die weltweit in Sagen und Volksmärchen vorkommt und verschiedenste Bedeutung hat. in der abendländischen und mittelöstlichen Mythologie waren Drachen ursprünglich Wassergottheiten. Wie es oft heißt, weilten sie auf dem Grunde des Meeres und bewachen kostbare Schätze; sie vermochten Feuer zu schnauben sowie Donner und Blitz hervorzurufen und Regen zu bringen. Im westlichen Kulturbereich galt der Drache meist als feindselig gegenüber Menschen und mit den dunklen Mächten des Bösen verbunden.
Mittelalterliche Weise berichten von zahllosen Kämpfen zwischen edlen Rittern und bösen Drachen. In der Offenbarung des Johannes kämpft Michael im Himmel gegen ein schreckenerregendes Drachenungeheuer. Er hatte "zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen...".
Im Osten hat der Drache eine positivere symbolische Bedeutung. Er galt im allgemeinen als glückverheißend, stand auf besonders gutem Fuß mit Königen und Kaisern und bewache häufig die Kronschätze. In China wurde er zum Sinnbild kaiserlicher Macht; laut Chuang-tzu stellte er die kosmische Schwingung des Lebens schlechthin dar. Auch die Farbe der Drachen variiert beträchtlich. In China waren sie entweder rot (die Farbe der Wissenschaft) oder weiß (in Erinnerung an den Mond). Der vielköpfige Drache in der Offenbarung ist ebenfalls rot, nur steht diese Farbe in der christlichen Mythologie für großes Unheil, für die Kräfte des Chaos und der Zerstörung. In der altgriechischen Literatur wird der Drache erstmals in der Ilias erwähnt, wo Agamemnon ein Schwertgehenk mit einem blauen Drachenmotiv und einen Brustschild mit dreiköpfigem Drachenemblem trägt. Bei anderen Kulturen gibt es gelbe, braune und schwarze Drachen. Etliche Völker haben Drachen unterschiedlicher Gestalt, die sich oft aus mehreren Tieren zusammensetzt. So hatte im alten Babylon ein bestimmter Drache Kopf und Hörner eines Widders, die Vorderfüße eines Löwen, einen Schlangenleib und Hinterbeine wie ein Adler. Der chinesische Dichter Wang Fu schildert einen Drachen mit dem Kopf eines Kamels, dem Geweih eines Hirsches, den Augen eines Dämonen, den Ohren eines Stieres, dem Hals einer Schlange, dem Bauch einer Muschel, den Schuppen eines Karpfen, den Klauen eines Adlers, den Sohlen eines Tiers und langen Schnurrhaaren im Gesicht. Mittelalterliche Drachen hatten meist gewaltige Rachen, glühende Augen, eine gespaltene Zunge , Adlerklauen und Fledermausflügel. Die Drachen-Chimäre Homers vereint einen Löwen, eine Schlange und eine Ziege in sich. Allen Drachen gemeinsam ist die ihnen eigene schreckliche Macht. Als Personifikation der Urkraft mag er Menschen gegenüber zwar das eine Mal freundlich, das andere Mal böse gestimmt sein, aber in seiner Übernatürlichkeit und kosmischen Präsenz hat er weltweit die gleiche Geltung.

Draupnir:
In der nordischen Mythologie der Zauberring, den die Zwerge für Odin, den König der Götter, anfertigten. Als Odins Sohn Balder erschlagen wurde, legte Odin ihm den magischen Ring mit auf seinen Scheiterhaufen.

Druiden:
Keltische Priester im vorchristlichen Britannien und Gallien. Die Druiden verstanden sich auf Astronomie und Medizin und verehrten die Sonne, wobei sie auf viel ältere, bereits bestehende neolithische Kultplätze (Megalithbauten) und Steinkreise zurückgriffen. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele und an die Reinkarnation; Eiche und Mistel waren ihnen heilig. Zentrum des Druidentums war Anglesey, aber auch in Aldborough und York errichteten die Druiden ihre Steinmale. Stonehenge wurde ihr Tempel-Obersevatorium. Die keltische Religion wurde in Gallien und England durch die römischen Eroberer ausgerottet, bestand jedoch in Schottland und Irland bis zum Eintreffen christlicher Missionare noch fort.

Dryaden:
Altgriechische Waldnymphen, schöne Mädchen in weißen oder grünen Kleidern, die gerne tanzen und singen und jungen Männern gefährlich werden können. Sie bestrafen Kinder, die im Wald Lärm machen. Sie heiraten manchmal Sterbliche, dürfen aber niemals an ihre Herkunft erinnert werden, da sie sonst augenblicklich verschwinden.

Dschinn, Djinn:
Arabische Naturgeister der Wüste und Steppe. Es sind Mischwesen aus Mensch und Dämon, sterblich und fortpflanzungsfähig. Sie wurden aus Allahs Feuer bzw. aus rauchlosen Flammen geschaffen. Jeder Mensch hat einen guten und einen bösen Dschinn an seiner Seite, die ihn in den Himmel oder in die Hölle führen können, je nachdem, von welchem Dschinn sich der Mensch leiten lässt. Sie lenken die Feuerkraft des Menschen.

Durin:
Mächtiger Zwergenkönig und Herrscher, der in der Magie angerufen wird. Ihm untersteht ein großes Heer von Erdgeistern aller Arten. Er wird in Ritualen für bestimmte Angelegenheiten gerufen.

Dvergr:
(german. für "Zwerg"). Die Dvergr sind Schatzhüter sowie Erd- und Schmiedegeister. Die Schätze der Erde sind nach der nordgermanischen Mythologie aus den Maden in Yimirs (der Urriese, der von den Göttern erschlagen wurde, aus seinem Leichnam wurde die Erde geformt) Leichnam entstanden. Die Dvergr hausen vorwiegend im Erdinneren und meiden das Tageslicht. In unterirdischen Höhlen schmieden sie die Schätze und Kennzeichen der Götter, z. B. Thors Hammer und Odins Speer. Diese Gegenstände sind mit magischen Kräften ausgestattet.

Echo:
Bergnymphe aus der griechischen Mythologie. Ihr sind der Widerhall und die Gerüchte zugeordnet. Sie vermochte weder zuerst zu reden noch dann zu schweigen, wenn ein anderer redete. Darüber grämte sie sich so sehr, dass sie sich zu Tode hungerte. Ihre Knochen wurden zu Felsen und ihre Stimme zu Echo.

Egeria:
Römische Quellnymphe sowie Orakel und Geburtsgöttin. Sie war die Geliebte und Gattin von Numa Pompilius, dem zweiten König von Rom. Sie offenbarte ihm in ihren nächtlichen Zusammenkünften den Willen der Götter, außerdem inspirierte sie ihn und brachte ihn dazu, weise zu herrschen. Als er starb, vergoss sie so viele Tränen, dass sie sich in eine Quelle verwandelte.

Einhorn:
Ein Fabeltier der Sage und Heraldik, meist in Gestalt eines paarhufigen Pferdes mit einem einzelnen, spitzen Horn auf der Stirn. In jedem Land der Erde wird das Einhorn wieder anders dargestellt, etwas mit einem Bocks-, Rhinozeros-, Widder- und Schlangenleib. Das Mittelalter gab dem Einhorn eine christliche Bedeutung und sah in dem Horn die Einheit von Gottvater und Sohn. Auch in der Minne-Tradition hatte es seinen Platz, denn es konnte nur von einer Jungfrau mit vorgehaltenem Spiegel gezähmt werden. Das Einhorn stand für Keuschheit und spirituelle Einheit; sein Horn galt als männlich und sein Körper als weiblich. In der Alchemie wurde es dem zweigeschlechtigen Mercurius zugeordnet, als Zeichen des vollbrachten Großen Werks.

Eismanndle, Eismännlein:
Zwergenartige Dämonen der Tiroler Alpenwelt, die auf der höchsten Spitze der Schneeberge und Gletscher leben. Sie nehmen die Unschuldigen in Schutz und bestrafen den Frevler.

Ekerken:
Hilfsbereiter Kobold. Er hilft in Stall und Haus, bestraft oder belohnt die Dienstboten je nach ihrem Verhalten. Meist ist er fast unsichtbar, dann sieht man nur seine kleine Hand.

Ekke Nekkepenn:
Name für einen dämonischen Zwerg, ähnlich dem Rumpelstilzchen.

Elben:
Nord- und mitteldeutsche Feen, die vor allem in Wäldern, Gewässern und Bäumen leben. Sie pflegen vertrauten Umgang mit den Menschen, stehen ihnen bei, strafen sie aber auch mit Krankheiten.

Elbentritsch, Elfentrisch, Elbertrötsch, Trilpetritisch:
Ein fabelhafter, eher dämonischer Vogel, dessen Gestalt sich je nach Region verändert. Elbentritsche treten immer zu mehreren auf. Sie sind die Plagen der Nacht, die man verschiedentlich zu vertreiben oder einzufangen versuchte, um sie zu bändigen. Sie erzeugen schlechte Träume, Ängste und vor allem quälende Gedanken. Sie bringen ungute Erinnerungen zurück. Deswegen versucht man sie mit allen erdenklichen Mitteln loszuwerden.

Elementargeister:
sind Wesen, die in den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde ihren Wohnsitz haben. Sie gehören zur Gruppe der übernatürlichen Wesen. Zugrunde liegt die Auffassung einer beseelten Natur. Die Elemente gelten hierbei als Grundbausteine des Weltganzen. Als Feuergeister gelten die Salamander, als Wassergeister die Meerjungfrauen, Nymphen, Nixen, Melusinen, Najaden und Nereiden und Undinen, als Luftgeister Sylphen und Elfen und als Erdgeister Feen, Zwerge, Heinzel- und Wichtelmänner sowie Gnomen, Kobolde und Trolle.

Elfen:
Geistwesen, die nach isländischen Sagen von den Kindern Evas herstammen sollen. Sie wurden vor dem Angesicht Gottes verborgen, weis sie unrein waren. In der germanischen und altnordischen Mythologie gab es Elfen (Alben) des Lichts und Elfen der Dunkelheit. Schwarze Elfen (Schwarzalben) waren mit Zwergen vergleichbar, während weiße an Engel erinnern. In volkstümlichen Sagen sind die Elfen oft als kleine Feen dargestellt, die im Garten ihren Reigen um die Blumen tanzen. Elfenringe und Elfenhügel als Zeichen ihrer Gegenwart zurücklassen sind gelegentlich Elfenpfeile nach Menschen verschießen, um ihnen zu schaden.

Einige Forscher vermuten, Elfen oder „fairies“ seien ursprünglich Geister einer kleinen prähistorischen Rasse oder vielleicht die im Volk erhaltenen Erinnerung an eine solche Rasse gewesen. Eine andere Theorie sieht in den Elfen vergöttlichte Ahnen oder Verkörperungen alter Naturgeister oder auch ehemals verehrte Götter und Helden, die bei der Verdrängung durch neue Gottheiten an (Körper-)Größe und Bedeutung verloren hätten.

Ellevolk:
Dänische, schwedische und norwegische Feen, deren Hauptvergnügen das Tanzen und Musizieren ist. Sie sind schön, leben in Hügeln, an Flüssen und in Sümpfen.

Enerbanske:
Kleine geheimnisvolle Naturwesen auf Helgoland. Sie gehören zu den Wichtelmännlein und leben im Haus meistens uner der Treppe. Sie tragen grüne Kappen und rote Hosen und helfen unbemerkt in Haus und Hof.

Eule:
Tier der magischen Reiche. Gnome, Gnomiden u. a. Waldgeister nehmen oft die Gestalt von Eulen an. Die Eule gilt als Tier der Hexen, Zauberer und später auch des Teufels. Sie ist ein Orakeltier, ihr Schrei verkündet den Tod. Eulenschreie können auch die Geburt eines Kindes oder großes Glück ankündigen. Zeigt sie sich tagsüber, oder schreit sie am Tag, so gibt es Feuer. Als Wetterprophetin verkündet sie meist Regen oder einen Umschlag der Witterung. Sie ist of Bote, Verkünder und Weissager mit weiter und tiefer Voraussicht.

Fagail:
In keltischen Sagen das "Abschiedsgeschenk" der Feen. Es konnte sowohl Glück als auch Unglück bringen - je nach Umständen.

Fafner (Fafnir):
Nach der nordischen Mythologie der Sohn des Hreidmar, der sich in einen Drachen verwandelte und seinen Vater erschlug, um einen Goldschatz zu gewinnen, den Loki dem Zwerg Andvari gestehlen hatte. Fafner wurde von Sigurd getötet, der sein Herz briet.

Fanggen:
Eng mit Bäumen verbundene Feen in Tirol. Sie wurden mit der Zeit zu hässlichen, menschenfressenden Wesen umgedeutet. Früher aber beschützten sie die Menschen und gingen auch bei ihnen als Mägde in Dienst.

Farillis:
Fortgeschrittene Gattung von Feen, die andere Feen einweisen und belehren können. Sie üben ihre Lehrtätigkeit ca. 50 Jahre lang aus.

Farisilles:
Feen, welche die Feuerströme leiten. Sie versuchen Feuerschäden zu begrenzen, indem sie Winde leiten oder Menschen beim Löschen anleiten. Sie versuchen Blitze umzulenken und das Feuer innerhalb seiner Grenzen zu halten.

Farrices:
Eine Feengattung, die Heilungsprozesse steuert. Die Farrices werden an die hundert Jahre für ihre Aufgabe vorbereitet, bevor sie tätig werden dürfen.

Fata/Fatae:
(lateinisch "Schicksal")
Meist zu dritt auftretende weibliche Geistwesen, die über das Schicksal der Menschen bestimmen, die Zukunft vorhersehen können und mit Vorliebe spinnen.

Faune:
Der Geist des Baumes, der Faun, wird oft auch der "Grüne Mann", Herr des Baumes" und, wenn er eine übergeordnete Stellung einnimmt, "Herr des Waldes" genannt. Frei, niemandem verantwortlich, im Blättergewand oder mit Blattmaske verhüllt, verwirklicht er höhere Ideale. Er nimmt da, wo genug ist, und dort, wo es fehlt. Er schafft den Ausgleich, er versorgt und schützt den Baum und dessen Umgebung. Er kennt die geheimen Gesetze der Natur. Sein Aussehen steht im Einklang mit dem Baum, den er bewohnt. Die Sprache der Bäume sind die Runen. Der dem Faun zugeordnete Stein ist der Bernstein.
Faune lieben das Leben und im allgemeinen auch die Menschen, besonders wenn diese ein offenes Herz für die Natur haben. Manchmal treiben sie ihren Schabernack mit ihnen, indem sie sie betören und in einen anderen, rauschhaften Bewusstseinszustand versetzen. Sie können den Menschen auch auf Irrwege leiten und stellen ihm ab und zu einmal ein Bein, damit er innehält und nachdenkt. Doch wer an sie denkt und mit ihnen spricht, dem stehen sie mit ihrer Liebe stets zu diensten.
Kein einziger Baum dieser Erde ist ohne Geist, ohne einen Faun. Dieser ist auf höherer Ebene dem Erdelement zugeordnet.  Der Faun ist die Intelligenz, der Lenker und der Hüter des Baumes. Er überwacht zu allen Jahreszeiten die Funktionen des Baumes. Er lenkt die Energie des Baumes und bringt sie in Harmonie mit dem Ort, an dem der Baum steht. Er kann sich von seinem Baum wegbewegen, doch er bleibt über eine unsichtbare Nabelschnur mit ihm verbunden. alles, was der Baum erlebt, erlebt auch der Faun des Baumes. Wenn der Baum stirbt, ist die Zeit des Faunes um. Damit ein Faun nicht leidet, ist es wichtig, dass der Baum mitsamt seinen Wurzeln aus der Erde gegraben wird, erst dann kann der Faun gehen.
Ein Baum bietet, je nach seiner Beschaffenheit, vielen Naturwesen aller Elemente ein Zuhause und steht in Verbindung mit allen Naturgeistern im Umkreis. Dazu gehören Elementarwesen, Formbauer des Baumes, Blattgeister, verschiedene Nymphenarten, die den Wasserhaushalt regeln, Gnome und Zwerge, die in den Wurzeln wohnen, Elfen, Devas, Feen, Baumengel, die Licht und Kraft leiten, u. v. a. m. Manchmal finden sich ganze Königreiche der Naturgeister in alten Bäumen.
Wenn ein Ast dein Gesicht streift, Blätter und Blüten auf dich regnen oder ein Duft zu dir herüberweht, kann dies eine kleine Aufmerksamkeit vom Faun eines Baumes sein. Es gibt ach Baumgeister, die sich mit Menschen verbinden, z. B. ein Baum, der für einen Menschen anlässlich seiner Geburt gepflanzt wurde. Dessen Faun wird zum Paten des Menschen und behütet ihn auf seinen Wegen. Wenn dem Menschen, mit dem er verbunden ist, etwas passiert, so leidet der Faun mit ihm und zeigt dies.

Faunus/Fauni:
Griechisch-römische Walddämonen, die sich mit den Nymphen vergnügen und dem Wald die Lebenskraft senden. Sie werden oft mit spitzen Ohren, krummen Nasen, Schwänzen und Bocksfüßen dargestellt.

Feen:
Mit magischen Kräften ausgestattete Geistwesen, die den Menschen durch ihre Zauberkräfte und -künste Glück oder auch Unglück bringen können. 
In Irland hieß das Zaubervolk von alters her Sidhe oder Tuatha Dé Danann und bewohnte Hügel und Berghänge. Die Feen waren aristokratisch und lebten in einem zeitlosen Land der ewigen Jugend. Sie hatten auch Könie. Zum Beispiel waren Fin Bheara und Nuala im County Galway, Irland, das Königspaar der Connacht-Feen. König und Königin der Feen in Wales - die dort "Tylwith Teg" hießen - waren Gwydion ab Don und Gwenhid". Wo immer sie aufgefunden wurden, immer hatten die Feen ihr eigenes ebiet, Das "Feen- oder Märchenland", wo die in kleinen Gruppen unter Bäumen oder Zauberhügeln hausten. Manche Feen galten als Geister der Flüsse, Ströme, Meere und Wälder und gleichen in dieser Hinsicht den Elementargeister und Devas.
Sie sollen vorwiegend weiblichen Geschlechts sein und oft zu dritt auftauchen. Häufig besteht ein Bezug zur Mutterschaft (Matronen-Kult). Das Wort „Fee“ ist über Zwischenformen wie Fata, Fay, Le Fee mit fortuna (Glück) und fatum (Schicksal) verwandt. Im Englischen besteht ein Zusammenhang zwischen einerseits fairy (Fee) und fate (Schicksal) und andererseits fear (Angst) und fair (Schöne).

Feenring (Elfenring, Hexenring):
Kreisförmiger Grasplatz, dessen Farbe sich von der Umgebung abhebt. Hier sollen Feen oder Elfen ihren nächtlichen Reigen tanzen, besonders an Halloween und in der ersten Mainacht.  In diesem Kreis wachsen meistens sehr viele Pilze.

Fionnbhar, Finvarra:
Der irische Feenkönig von Ulster. Er ergiert über das Reich der Feenwesen. Er ist bekannt dafür, dass er eine besondere Vorliebe für sterbliche Frauen hegt. Er sendet seine Kundschafter aus, die ihm berichten sollen, wo die schönsten Mädchen und Bräute leben. Seine Auserwählten werden dann durch einen Zauber in den Feenpalast von Knockma in Tuaum versetzt, wo Feenmusik sie in süße Träume wiegt. Ein Teil ihrer Seele wird im Andersreich gefangen, und sie vergessen ihr irdisches Leben. Werden sie zurückgeholt, so kommt ihnen ihr für Sterbliche jahrelanger Aufenthalt vor wie fünf Minuten eines Traums.

Follets:
Französische Kobolde, denen teilweise dieselben Fähigkeiten wie den Feen zugesprochen werden.

Fuath:
Böser Wassergeist der schottischen Sagenwelt. Er hatte gelbes Haar, Schweif und Mähne, Füße mit Schwimmhäuten und keine Nase. Mit dem Wort fuath werden manchmal Naturgeister allgemein bezeichnet, ohn Betonung des unheilvollen Charakers.

Gandharven:
Als hervorragende Sänger und Musiker sowie auch als Ärzte berühmte männliche Gefährten der Apsaras.

Geister, untere:
Okkultischtische Bezeichnung für Elementargeister, niedere Devas. Feen und andere rangniedere übernatürliche Wesen.

Gentry:
Im Gegensatz zu den Sidhe großgewachsene irische Feen, die aristokratische Züge und hauptsächlich auf dem Berg Ben Bulben wohnen.

Gnome:
Legendäre elfenähnliche Geschöpfe, die als Geister unter der Erde leben. Sie werden oft mit vergrabenen oder verborgenen Schätzen in Verbindung gebracht. Der Name leitet sich vom griechischen „gnome“, d. h. Wissen, her. Sie sollen zu den entwickeltsten Erdgeistern gehören. Sie zu treffen ist eine große Ehre. Oft hinterlassen sie deutliche Abdrücke in alten Bäumen, Steinen und Felsen.

Goblin:
Englische Bezeichnung für Kobolde. Die Kobolde werden bei den Iren, Schotten und Engländern als hilfsbereit und lustig, aber auch als gemein und gefährlich beschrieben. In unseren Regionen wird das Wort Goblin oft für die boshafte Art der Kobolde verwendet.

Gremlin:
Ein Phantasiegeschöpf, das Maschinen, besonders Flugzeugen, Schaden zufügt und Streiche spielt. Woher der Name stammt, ist umstritten. Einem Bericht zufolge soll ein in Indien stationiertes englisches Bombergeschwader den Begriff kurz vor dem Zweiten Weltkrieg aus Grimms Märchen und Fremlin's Elephant Alex zusammengesetzt haben. Eine andere Version lautet, ein Pilot der englischen Royal Air Force habe 1922 eine Wettervorhersage von Le Bourget angefordert und die Auskunft erhalten "Gremlins sur la Manches" ("Gremlins über dem Kanal"), woraufhin sein Funkgerät den Geist aufgab. 
Wie es heißt, sahen Gremlins einer Kreuzung aus einem Hasen und einem Bullterrier ähnlich; sie trugen natürlich grüne Knickerbocker und eine rote Jacke sowie einen spitzen Hut und Gamaschen. Gremlins tranken mit Vorliebe Benzin, beunruhigten gern Piloten, störten den Funkverkehr und brachten sogar die Sterne am Himmel in Unordnung, so daß jegliche Orientierung unmöglich wurde.

Gruagach:
Irisches Wichtelwesen. er ist klein und sein Kopf genauso groß wie der ganze übrige Körper. Er hat langes rotes Haar, das über den Rücken hinabfällt. Er ist nachtaktiv und hilft in Haus und Hof. Jedoch möchte er nicht beachtet und gesehen erden. Schenkt man ihm etwas, so verlässt er auf der Stelle den Ort, da seine Zeit dann dort um ist.

Grubenmännlein:
Bezeichnung für eine Zwergenart, die besonders den Bergleuten beisteht.

Gutes Volk, Gute Nachbarn:
Apotropäische Bezeichnung für die irischen und schottischen Feen.

Gwragedd Anwnn:
Nach walisischer Überlieferung den Meerjungfrauen vergleichbare, schöne weibliche Wassergeister, die Seen bewohnen. Es heißt, sie würden manchmal Sterbliche heiraten und voller Glück ein normales Leben führen.

Gwynn ap Nudd:
Keltischer Feenkönig von  Annwyn (Anderswelt). Er Lud den frommen S. Collen, der ca. im 6. Jh. lebte, in seinen Palast ein, wo er ihm Speis und Trank anbot, die dieser jedoch wohlweislich ablehnte (wer Feenspeise zu sich nimmt, muss für immer im Feenreich bleiben). Der Heilige war empört über rauschende und ausschweifende Gelage im Inneren des Hügels und besprengte alles um sich herum mit Weihwasser. Daraufhin verschwand die Pracht und Herrlichkeit der Gesellschaft von Annwyn unter Gepolter und Donnergetöse.

Hagzissa, Hagazussa, Zauberweiber, Zaunreiterinnen:
Althochdeutscher Name für Wesen, die "auf dem Zaun (Hag) sitzen", also mit einem Bein in der Welt der Menschen (der Welt innerhalb des Zaunes), mit dem anderen in der der Geister (Wildnis) stehen. Hieraus entwickelte sich das Wort "Hexe". Sie sind Geisterwesen und Menschen weiblichen Geschlechts mit übernatürlichen, magischen Fähigkeiten. Sie können zwischen Welten und Dimensionen reisen.

Hamadryaden und Dryaden:
/griech. Drys = "Baum", "Eiche"). Eine Gruppe griechischer Nymphen, die in den Bäumen und Büschen hausen und dort den Wasserhaushalt regeln. Sie sind zart und lieblich anzuschauen. Zu ihnen gehörte Eurydike, eine Baumnymphe, Gattin des Sängers Orpheus. Eine Baum- und Buschnymphe vergeht, wenn der Baum bzw. Busch, den sie bewohnt, stirbt.

Hase:
Tier der magischen Reiche. In dreibeinigen Hasen steckt zuweilen ein Kobold. Als solcher zeigt er sich freundlich und hilfsbereit: Er warnt die Menschen, weckt schlafende Schildwachen und webt die Schicksalsfäden neu. Ein Nix in Hasengestalt bestraft wilderer, koboldartige Hasen ziehen Spukwagen, wilde Hasen in der Nähe menschlicher Wohnungen deuten auf umgehende Geister hin. Hasen können auf zeitlich begrenzte Verhexungen aufmerksam machen. Korndämonen nehmen zuweilen die Gestalt von Hasen an, auch dienstbare Hausgeister zeigen sich oft in Hasengestalt. Hasen können als Tiere der Feen Glücks-, Geld- und Segensboten sein.

Hasel:
Sagenumwobenes Gehölz. Nach der römischen Mythologie soll Apollo dem Merkur eine Haselrute gegeben haben, um beim Menschen die "Tugenden" zu fördern, und die Ruten von Moses und Aaron waren ebenfalls aus Haselrohr. Im Mittelalter wurden Haselreiser als wirksames Mittel gegen böswillige Feen und Dämonen betrachtet, und seither haben Weißmagier ihre Zauberstäbe stets aus Haselrohr gefertigt. Gegabelte Haselreiser werden überdies von Wünschelrutengängern verwendet.

Heinzel- oder Wichtelmänner, Heinzel- oder Wichtelfrauen:
Es gibt sie überall auf der Welt. Sie sind die lieben hilfsbereiten Erdgeister, die ihre Dienste der Natur und den Menschen zur Verfügung stellen. Heinzelmännchen scheuen die Menschen nicht. Sie können gut in ihrer Nähe und mit ihnen leben. Sie sind meist ordentlich und gepflegt gekleidet und treten vorwiegend in Gruppen auf. Diese sind wohlgeordnet und teilen ihre Arbeit untereinander gut auf. Im täglichen Leben werden fast ausschließlich Heinzelmännchen gesichtet, weil die Frauen ihre häusliche Umgebung nur selten verlassen.
Es gibt vielerlei Aren von Heinzelmännchen und -frauen. Waldheinzelmännchen, die man in der Eifel, im Westerwald, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald findet. Bauernhof- und Windmühlenheinzelmännchen, die vorwiegend in den tiefebenen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins gesichtet wurden. Haus- und Gartenheinzelmännchen, die sich überall aufhalten können, wo liebenswerte Menschen wohnen. Dünenheinzelmännchen, die entlang der Nord- und Ostseeküste wirken.
Da Heinzelmännchen die Dunkelheit lieben, findet man sie häufig in den Gebieten der kürzeren tage und längeren Winter. Sie hüten die Ordnung in der Natur, kümmern sich um die Tiere, besonders die kleinen, um die Insekten und das Pflanzenreich, sie hüten und pflegen die Schätze der Natur. Sie helfen bei vielerlei Tätigkeiten in Haus, Hof und Garten, aber auch beim Heilen von Krankheiten, Herstellen von Medizin und beim Wachen über alte Ordnungen.

Heumütterli:
Sagenhafte Waldfrau, die Wald von Niederwil und Tägerig bei Aarau auftritt. Sie trägt einen breiten Hut, kurze Kleider, am Arm ein Körbchen und in der Hand einen Rosenkranz. Wenn sie verschwindet, erklingt starkes Pferdegetrappel.

Hexen:
Geistwesen und Frauen, die besondere Fähigkeiten beherrschen und sich in Räumen zwischen den Welten und jenseits der Zeit aufhalten können. Man findet sie unter den Naturwesen genauso wie in der Welt der Menschen. sie sind die Mittler, Gestaltwandlerinnen und Meisterinnen der Naturkräfte.

Hie:
Albanische Fee mit edelsteingeschmückter Goldhaube. Wenn ein Mensch von dieser Fee berührt wird und wiederum ihre Haube anfasst, wird er reich und mächtig. Eine Redewendung für unverhofften Reichtum ist daher: "Die Hie hat mich gedrückt."

Hirsch:
Tier der magischen eiche. Der Hirsch ist eines der ältesten mythischen Wesen; von seinem Geweih tropfen die Quellen. Er ist meistens ein Bote der Götter, des Paradieses und des himmlischen Gartens, der Feenreiche; da wo er auftaucht, sind die Andersreiche nicht weit. Er fordert die Menschen auf, diese Reiche wieder zu betreten oder sich zumindest auf den Weg dorthin zu machen, indem sie beginnen, der Spur ihres Seelenpfades zu folgen. Hirsche führen die Menschen auch in die Andersreiche, höheren Welten und feinen Gefilde und Reiche, die zwischen den Welten und jenseits der Zeit liegen. Wer von Hirschen, den Boten der lichten Reiche, träumt, wird aufgerufen, sich auf die Spur der seiner Seele zu begeben. Sie fordern den Menschen auf, ihnen mit einigem Abstand zu folgen. Haben sie das Tor zu den Andersreichen durchschritten, so verschwinden die Tiere und überlassen die Menschen ihrem weiteren Schicksal. Können sie die Aufgaben dort meistern und ist ihr Wesen rein, so erwaren sie großes Glück, Reichtum und Seen. Wenn das Herz offen ist, führen sie einen direkt dorthin. Außerdem zeigen Hirsche den Weg zur verlorenen Tochter, dem verlorenen Paradies, den verlorenen Erinnerungen, den Quellen, den Heilrinnen, den Bergwerken, den Schätzen und geheimnisvollen Plätzen in der Natur.
Rehe und Hirsche stehen in Verbindung mit den Engeln höherer Ordnung, den Engeln der Natur, den Nymphen, den Naturgöttern, dem Wilden Volk, den Lichtelfen und Zwergen, den Waldfrauen, den Hexen und besonders den Feen. Sie sind Tiere der großen Göttin. Jungfrauen, Prinzessinnen und wunderschöne Mädchen verwandeln sich oft in Hirsche und umgekehrt.
Es gibt weiße Hirsche, Hirsche mit goldenen leuchtendem Geweih, in dem Lichter, ein Kreuz oder andere heilige Symbole der oberen Weilt erstrahlen, der schwarze Hirsch wird zum Dämon und Teufel. Sein lichtes Wesen überwiegt jedoch. Meist wird der Hirsch von Dämonen und den Gefolgschaften des Teufels aufgespürt und gejagt. Deswegen bewegt er sich vorsichtig.

Hobgoblins:
Naturwesengruppe, die zum Kleinen Volk gehört und in Irland, England und Schottland bekannt ist.

Högfolk, Huldrafold, Hügelvold:
"Hügelvolk", hübsche skandinavische Feen, die mit Vorliebe in Hügeln wohnen und wunderschön singen.

Holda/Holle:
1. Frau Holle oder Holda, aus der Menge der Alben (Elben) zur Führerin einer Schar geisterhafter Wesen geworden. Ihr Name lässt an Verwandtschaft mit Hel oder der germanischen Göttin Huldana denken. Der Sage nach führt sie in den winterlichen Rauhnächten die Schar ungetauft verstorbener Kinder durch das Land, behütet auch die weibliche Heimarbeit (vor allem das Flachsspinnen) und bestraft Faule. Ihr Reich wird einerseits durch einen Brunnenschacht betreten, andererseits wird der vom Himmel fallende Schnee als Federn aus Frau Holles Bettzeug gedeutet. Sie gilt als freundliches, aber auch streng bestrafendes Wesen aus einer Jenseitigen Welt, das aber auch das Reich der Menschen mütterlich beaufsichtigt.
2. Mitteldeutsche Fee. Sie ist eine eifrige Spinnerin, unterstützt die Fleißigen und bestraft die Faulen. Holda hat Elben im Gefolge, die nach ihr die "guten Holden" heißen. Sie wohnt häufig in einem See, Teich oder Brunnen und zeichnet sich durch ihren wundervollen Gesang aus. Ihr Tier ist die Katze.

Hüter der Edelsteine:
Edelsteine können von den verschiedensten Vertretern des Kleinen Volkes gehütet werden, ebenso von Engeln, Feen, Zwergen, Schwarzalben u. a. Sie haben die besondere Aufgabe, die Edelsteintempel in der Natur zu bewachen.

Huldelfe:
Schwedische Fee, die oft am Kindbett erscheint und dem Neugeborenen das Schicksal weissagt.

Huldra:
In den Sagen des nordgermanischen Raumes eine erg- oder Waldfrau feenartiger Natur, die gern an den Tänzen der Menschen teilnimmt, dabei aber durch einen Schweif gekennzeichnet ist, den sie sorgfältig zu erbergen trachtet. Im südgermanischen Raum entspricht dieser Gestalt in vieler Hinsicht die Frau Holle und die Vorstellung von den Holden, einem verborgenen, dem Menschen freundlich gesinnten Elbenvolk. Das nordische "huldefolk" wird hingegen meist als eine Gruppe von Berggeistern aufgefasst.

Huldrafolk:
Norwegische Feen. Sie stehen den Menschen nahe, singen sehr schön und wohnen in Hügeln.

Hund:
Tier der magischen Reiche. Der Hund ist eine weitverbreitete Tierart und von jeher ein treuer Begleiter des Menschen. Er ist Orakel- und Seelentier. Hunde stehen in Verbindung mit den Erdgeistern, auch mit solchen, die fern ab von den Menschenreichen leben. Des weiteren stehen sie in Verbindung mit Engeln, Kobolden elfen, Wächterwesen, dem Wilden Volk und anderen Geistern sowie mit Verstorbenen. Auch wählen alle möglichen Dämonengestalten wie Krankheitsdämonen, Dämonen der unteren Welten und der Feuerwelten gerne die Form eines unheimlichen schwarzen Hundes mit feurigen Augen und gefletschten Zähnen. Der Hund ist jedoch eher ein Tier der mittleren und unteren Welt, der Kraft und Stärke und der langsamen, bedächtigen Wandlung.
Hunde verfügen über viele Fähigkeiten. Wegen ihres Spürsinns, ihrer feinen Witterung und Empfindlichkeit, sind sie in der Lage, Zukünftiges zu erspüren und vorauszusagen. Auch gegenüber atmosphärischen Veränderungen, die z. B. Erdbeben ankündigen, sind Hunde äußerst empfindlich. Sie sind treu, anhänglich, wachsam und klug. Hunde sind geistersichtig; durch ihr Verhalten kündigen sie Geister an, z. B. wenn sie aus keinem ersichtlichen Grund in eine bestimmte Richtung bellen, wenn sich ein Hund eng an sein Herrchen drückt. Man kann die Geister selbst sehen, wenn man von hinten nach vorn zwischen Ohren oder Vorderbeinen eines Hundes hindurchschaut.
Hunde haben Wächterfunktionen. Sie bewachen ihr Herrchen, ihr Heim, die von ihnen anerkannte Umgebung und schauen, dass kein Fremdling sie betritt. An ihnen kommt man nicht so schnell vorbei. Sie kündigen jeden Besuch, den sichtbaren und den unsichtbaren, laut an. Wenn ein Hund einen Kranken nicht meidet, so wird dieser wieder gesund. Von bösen Menschen nimmt ein Hund kein Brot an. Klägliches Winseln und Heulen eines Hundes kann auf Unglück, Krankheit oder Tod hindeuten. Träumt man von einem Hund, so kann dies eine beständige Phase anzeigen, aber auch eine Botschaft der Ahnen sein oder ein Hinweis darauf, dass man sich mit seinen Wurzeln und Ursprüngen befassen sollte, weil hier noch etwas unerledigt ist. Starrt das Tier beim Bellen in den Mond, so gibt es Streit oder Krieg.

Idisi:
Wohltätige Göttinnen oder hilfreiche Feen im Glauben der Südgermanen. Sie werden in den Merseburger Zaubersprüchen als Helferinnen in der Schlacht erwähnt, in deren Macht es liegt, Gefangene zu befreien. Der entsprechende nordgermanische Ausdruck "Disen" bezeichnet weibliche Übernatürliche, die vom Volk verehrt wurden, aber eher als Walküren oder Nornen denn als Göttinnen aufgefasst wurden.

Juturna:
Eine Nymphe der römischen Mythologie, in die sich Jupiter verliebte. Sie wurde die Göttin der Seen und Quellen, der im Forum Romanum ein Brunnen geweiht war.

Kappa:
Fluß-Kobold der japanischen Sage mit schuppigen Gliedmaßen, dem Körper einer Schildkröte und dem Kopf eines Affen. Er war Menschen feindselig gesinnt, konnte jedoch durch Höflichkeit überwunden werde; wenn er sich vorbeugte, um Huldigung zu empfangen, entsprang seinem Haupt eine lebenspendende Substanz.

Katze:
Tier mit starken okkulten Assoziationen. Im alten Ägypten standen katzenköpfige Göttinnen (Bastet, Sekmet) mit Fruchtbarkeit und sexueller Potenz i Zusammenhang. Im Mittelalter galten Katzen als Inkarnation des Teufels und schürten so manchen Aberglauben. Katzen sind auch ein beliebter Intimus von Hexen; so glaubte beispielsweise die moderne Hexe Rosaleen, Katzen seien aufrichtiger und sensibler als Menschen, und behauptete, mit ihnen in besonderer Weise geistig verbunden zu sein.
In einem Haus, in dem sich Katzen gerne aufhalten, waltet der Segen. Eine dreifarbige Katze bringt Glück und Schutz vor Feuer. Man sagt, diese rot-schwarz-weiß gefleckten Katzen sind Glückskatzen. Nur Weibchen sind bunt.

Kelpie:
Wassergeist der schottischen Sage in Pferdegestalt. Er war meist grau oder schwarz, von boshafter Art und hatte die Hufe verkehrt herum. Die Kelpies führen Reisende in die Irre sowie sie einen Fluss oder Strom überqueren wollten, und verschlangen sie gelegentlich sogar.

Klabautermann:
En mariner Kobold oder Poltereist, wird in Seefahrersagen des deutschen Sprachraumes als zwerghafte Gestalt beschrieben, die in Schiffen ihr Wesen treibt und vorwiegend tätig ist, Unglücksfälle zu verhindern, dabei aber auch im Laderaum lärmt und sittenlose (fluchende) Seeleute unsichtbar ohrfeigt. Wenn er erzürnt wird, verlässt er das Schiff - ein untrügliches Zeichen dafür, dass es von der darauffolgenden Fahrt nie zurückkehren wird.

Kleines Volk:
Überwiegend im angelsächsischen und keltischen Bereich gebräuchlicher Ausdruck für Wesen aus dem Reich der Feen und Elfen. Wurde vor allem dann verwendet, wenn man sie nicht direkt ansprechen oder benennen wollte. Das Kleine Volk umfasst viele Naturwesen Gattungen wie etwa Goblins, Elfen, Feen, Schwarzalben, Pixys, Brownies, Derricks, Urisks, Zwerge, Gnomen, Sylphen, Undinen.

Kobolde:
Neckgeist oder Poltergeist. Der Name leitet sich von Koben (Holzverschlag) ab. Kobolde werden als klein, hässlich und rot gekleidet beschrieben. Mit magischen Mitteln sollen sie in den Dienst des Menschen gezwungen werden können, etwa durch Anrufung der Dreifaltigkeit und die Zauberworte Io, Zati, Zaa, Abata. Die Sage erzählt, dass auch Paracelsus einen kleinen Hilfsgeist dieser Art im runden Knauf seines Schwertes mit sich getragen habe. Von dem Wort Kobold leitet sich die Metallbezeichnung Kobalt ab, für einen neckenden Berggeist, der statt Silber das für unnütz erachtete Metall hergab.

Korrigans:
Kleine weiß gekleidete bretonische Feen, die nachts mit Vorliebe bei Menhiren, Steinkreisen und auf abgelegenen Wiesen tanzen. Sie leben unter anderem auch im Wasser und haben lange blonde Haare.

Kräuterkunde:
Alle Feen sind in der Kräuterheilkunde sehr bewandert und geben ihr Wissen an bestimmte vertrauenswürdige Menschen weiter.

Laren:
Römische Haus- und Flur-Götter oder -Geister, die die Familie, den Besitz und die Diener beschirmen. Außerdem wachten sie über das Land der Bauern und über manche Städte. Ihnen geweihte Schreine fanden sich in fast jedem römischen Haus sowie auch an Kreuzwegen.

Laurin:
Zwergenkönig, der den Rosengarten in den Dolomiten hütete. Dietrich von Bern drang in den Zaubergarten ein, verwüstete ihn und verlangte von Laurin ewige Treue. Laurin nahm Dietrich und dessen Freund mit in die Unterwelt, wo er die beiden betäubte. Doch Kühnhild, die Laurin zuvor entführt hatte, kam den beiden Männern zu Hilfe und Laurin wurde noch einmal überwältigt. Nach dieser Zähmung entwickelte er sich dann zu einem treuen Gefolgsmann Dietrichs.

Leprechauns:
Kleine Zwerge, Kobolde oder Elfen im irischen Volksglauben, die mit Vorliebe Weinkeller heimsuchen und unterirdisch versteckte Schätze bewachen.

Leshy:
(auch Lesiy geschrieben). In der Volks-Mythologie der Slawen ein Waldgeist oder Satyr mit halb menschlichen, halb tierischen Zügen. Traditionell sollen Leshys grüne Bärte und blaue Haut haben. Sie wohnen in den Wäldern und locken nichtsahnende Reisende in Höhlen, aber glücklicherweise erwachen sie nur im Frühling und Sommer zum Leben.

Lion-Poisson:
Heraldisches Fabeltier, halb Löwe, halb Fisch.

Maia:
(=Mütterchen). Eine griechische Erdgöttin, wurde später zur Nymphe, die dann zu den Plejaden gehörte.

Meerjungfrauen:
Betörende Sagengestalten, die meist als wunderschöne nackte Jungfrauen mit Fischschwanz dargestellt werden. Sie lebten angeblich in Palästen auf dem Grunde des Meeres, stiegen jedoch manchmal auf, um durch verführerischen Gesang und Kämmen ihrer langen goldenen Haare Fischer zu betören, die dann mit Mann und Maus untergingen und ertranken. Auch wer sich auf Meeren und Seen dazu verleiten ließ, ihre Weisen mitzusingen, stürzte in die Fluten.

Melusine:
Ahnherrin des Hauses Lusignan in Frankreich. Sie verwandelte sich einmal pro Woche in eine Fee mit Schlangenschwanz und verschwand für immer, als sie dabei überrascht wurde.

Merlin:
Bedeutender Zauberer und Druide der Artussage. Die Sagengestalt Merlin entspricht vielleicht einem Barden und Seher namens Myraddin, der ein Gehilfe des britischen Stammesführers Ambrosius Aurelianius war und in der Nähe von Solway Firth lebte. Seine Zauberbanne sollen die Schlacht von Arderydd nahe Carlisle verursacht haben, aber nachdem er in einer Vision in den Himmel schaute, verfiel er der Raserei und Wahnsinn und streifte fortan für den Rest seines Lebens durch die Wälder der schottischen Niederungen. Der mythische Merlin wurde als "Dämonen"-Kind von einer Feenjungfrau geboren. Schon als Kind wurde er durch seine Zaubergabe der Prophetie berühmt und besuchte mit fünf Jahren den Hof Vortigerns. Der König rätselte über einen Fluch, der die Festen seiner Burg auf der Salisbury-Ebene bedrohte. Astrologen hatten dem Monarchen gesagt, nur das Blut eines Kindes könne dem Fluch entgegen wirken, wohingegen Merlin behauptete, die unheilvolle Ursache seien mächtige, grimmige Drachen - ein roter und ein weißer - die unter der Erde im Streit miteinander lägen. Merlin sagte voraus, dass der weiße Drache den Sieg davontragen und der Tod des roten Ungeheuers Vortigerns eigenen Tod ankündigen würde. Als seine Prophezeiung eintraf, erlangte er als Zauberer Berühmtheit. Er diente dem nächsten König, Uther Pendrangon, und half ihm bei der Errichtung einer neuen Burg in Carlisle, in der die sagenumwobene Tafelrunde entstand. Merlin erzog auch den jungen Thronfolger Artus, der von der Herrin des Sees das Zauberschwert Excalibur erhielt und dadurch in der Schlacht geschützt war. Merlin fand schließlich eine ebenbürtige Partnerin in der Zauberin Vivian, in die er sich verliebte. Eines Tages flehte sie Merlin bei einem Spaziergang im Broceliande-Wald an, ihr die mächtigste aller Zauberformeln zu nennen, die eine Hexe in die Lage versetzten konnte, jeden Mann einzufangen und ihren Befehlen gefügig zu machen. Merlin war so betört, dass er mit seinem geheimen Zauberspruch herausrückte, woraufhin sie ihn mit dem Zauber fesselte, als er im Wald einschlief.

Moiren:
Drei altgriechische Schicksalsgöttinnen, Klotho, Lachesis und Atropos, die wie die Feen spinnen und das Schicksal vorhersagten. Ihr römisches Gegenstück waren die Parzen.

Moosvolk:
Naturgeister in deutschen und nordischen Sagen, die in den Wäldern wohnten und manchmal mit Menschen in Berührung kamen, um sich Nahrungsmittel oder Gebrauchsgegenstände auszuborgen. Wenn ihnen diese Dinge tatsächlich geborgt wurden, belohnten sie das später mit reichlichen Geschenken.
Manchmal baten "Moosweiblein" auch für ihre kranken Kinder um Muttermilch, doch dieses Ansinnen versetzte die besorgten Mütter meist in abergläubischen Schrecken.

Morgane:
Keltische Fee, die in der Artussage eine wichtige Rolle spielt. Daneben gibt es verschiedene Feen desselben Namens, unter anderem in England und Frankreich, die jeweils eine eigene Geschichte besitzen.

Mummel:
Bezeichnung für die Seerose, die mit "Muhme" zusammenhängt. "Mummel" oder "Mümmelchen" wurden in vielen Teilen Deutschlands in Seen wohnende Feen genannt, die an Land kamen, um den Menschen bei ihren Arbeiten zu helfen.

Muryans:
In koreanischen Volkssagen Feen, die anfangs größer waren als Menschen, jedoch Jahr für Jahr mehr zusammenschrumpften, bis sie schließlich Ameisen wurden und starben.

Najaden:
Den Menschen freundlich gesinnte, hübsche altgriechische Wassernymphen. Sie haben die Gabe der Weissagung, können heilen und Mensch und Tier Fruchtbarkeit gewähren.

Naturgeist:
Gebräuchlicher Ausdruck für Deva oder Elementargeist. Okkultisten betrachten die Naturgeister als Energiewesen, die die Natur erhalten und die Lebensprozesse in Pflanzen, Blumen und Bäumen personifizieren. Zu den Naturgeistern gehören Dryaden, Feen, Elfen und Kobolde.

Nereiden:
Wasser-Nymphen oder Okeaniden. 
In der griechischen Sage die fünfzig Töchter des altgriechischen Meeresgottes Nereus, eines Sohns des Okeanos. Sie helfen den Schiffern in gefährlichen Situationen, sie spinnen gern und pflegen die Menschen zu necken.

Nibelungen:
In der altnordischen und germanischen Mythologie ursprünglich ein Volk von Zwergen, das unter der Erde in Niflheim wohnte und kostbare Schätze hütete. Siegfried gewann ihnen den Goldhort schließlich ab, und der Name der Nibelungen ging auf ihn und die Burgunder über.

Niem
mit den goldenen Haaren war eine Tochter des Meergottes Mannanan Mac Lir. Sie verliebte sich in den Dichter Oisin, heirateten und lebten glücklich im Land der Verheißung, einem Reich in der Anderwelt. Niam schenkte dem Dichter eine Tochter, Plur nam Ban (Blume der Frau).

Nix, Nixe:
Germanische weibliche Wassergeister von fröhlichem und liebreizenden Wesen mit langen blonden Haaren, die gern mit den Menschen Kontakt aufnehmen. Sie lieben Gesang und Tanz und zogen schöne Jünglinge zu sich ins Wasser, um sie zu ihren Geliebten zu machen.
Der männliche Nix der skandinavischen Sage war meist ein Meeresungeheuer, in hässlicher Zwergen-Gestalt oder einem Wasserpferd ähnlich, und galt als bösartig, denn er packte zum Beispiel Schiffsreisende und zog sie ins Wasser, so dass sie ertranken. 

Nöck oder Nix:
Wassermänner, die in Teichen, Seen oder Flüssen leben. Der Nix wird meistens als kleiner Junge mit langen grünen Haaren oder grünen Zähnen beschrieben. In vielen Geschichten halten die Wassermänner die Seelen der Ertrunkenen in Töpfen gefangen. Der Wassermann gilt auch als Seelenführer. Wassermänner können sich in verschiedene Gestalten verwandeln, unter anderem auch in eine Kröte oder eine Kugel, wobei der Froschkönig in Erinnerung kommt, der auf seine Erlösung harrt.

Nörglein/Norggen:
Grün gekleidete Tiroler Feenwesen, die mit Vorliebe in hohlen Bäumen oder auf Bergen wohnen. Sie hüten das Vieh der Bauern und helfen ihnen bei der Arbeit, spielen den Menschen aber auch gern Streiche.

Nornen:
Drei nordische Schicksalsjungfrauen: Urd, Verdandi und Skuld. Sie wohnen bei einem Brunnen unter der Weltesche Yggdrasil und halten hier über die Menschen Gericht.

Nymphen:
(griech., lateinisch nympha):
Eine Braut oder eine heiratsfähige junge Frau. Allgemeine Bezeichnung für altgriechische Feen. Es gibt Bergnymphen, die Oreaden, Wassernymphen, die Najaden, und Baumnymphen, die Dryaden. Sie sind schön, stehen in enger Beziehung zu den Menschen, besonders den Männern, tanzen und singen gern. Die Bezeichnung wurde von den Römern übernommen und auf ihre Feen übertragen.

Oberon:
Der Elfenkönig. Seine Frau, die Königin der Elfen, heißt Titania. (Sommernachtstraum von Shakespeare)

Okeaniden:
Die Meeres-Nymphen der altgriechischen Mythologie. Es gab 3000 solcher Nymphen, alles Töchter des Titanen Okeanos und seiner Gattin Tethys.

Ork:
auch Nork, Norg, eine alpine Sagengestalt, vor allem in Tirol bekannt. Der Name wir vom romanischen orco (Gespenst) hergeleitet, bezeichnet aber spukhafte Elben oder Kobolde, die dem Menschen nicht unbedingt feindlich gesinnt sein müssen, sondern ihnen auch gute Ratschläge erteilen können. Die Verkleinerungsform "Nörgele" deutet auf eine als vertraut empfundene Gestalt des Volksglaubens hin.

Peri:
Persische Bezeichnung für Fee, die in den meisten islamischen Ländern verwendet wird.

Popanz:
Ein Schreckgespenst oder böser Puck, der besonders Kinder in Angst und Schrecken versetzt.

Puck:
Ein Kobold oder Butzemann, halb Mensch, halb Elf, der in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" die Rolle des Hofnarren und Dieners des Königs Oberon spielt. Der Puck hatte stets Unfug im Sinn, er verwandelte sowohl Dinge des täglichen Gebrauchs als auch sein eigenes Äußeres und führte die Sterblichen mit seinen Streichen in die Irre.

Rosmarin:
Gewächs mit mythischen und magischen Eigenschaften. Dem Volksglauben nach wehrt es böse Geister, Hexen Feen ab und ist außerdem ein Schutz gegen Stürme. Bei Beerdigungen symbolisieren Rosmarinzweige, dass der Verstorbene unvergessen bleibt.

Rus(s)alki:
Slawische Wassernymphen, die Geister ertrunkener Mädchen. Sie gehörten zur Mythologie aller slawischen Völker und lebten im Winter in den Strömen Osteuropas. An Dnjepr und Donau wurde sie als sirenenhafte Schönheiten dargestellt, die arglose Reisende mit ihren magischen Gesängen ins Wasser lockten.. Sie bedecken sich entweder mit grünen Blättern oder mit einem weißen Hemd. Im Sommer wohnten sie  in Wäldern, auf Wiesen, Feldern und im Wasser, schützen das Korn und lieben das Spinnen, die Musik und den Gesang.

Salamander:
Name für die Feuergeister. Unter anderem wurden Salamander als Drachen dargestellt, aber auch als richtige Salamander. Die Legende sagt, dass sie die einzigen Tiere sind, die innerhalb von Feuer überleben können. Sie sollen sich sogar von Feuer ernähren. Salamander gehören zu den Elementargeistern.

Salige Fräulein:
Apotropäische Bezeichnung für hübsche blonde Feen in Tirol. Sie stehen den Menschen sehr nahe, helfen vor allem den Bauern und Mägden bei der Feldarbeit und gehen oft Liebschaften mit Männern ein.

Samhain
31. Oktober (Halloween). Am Vorabend sind alle Tore zu den Anderswelten offen.

Schicksal:
Die Feen stehen in enger Beziehung zum Schicksal der Menschen. Sie sind imstande, die Zukunft vorauszusehen, und weissagen bevorzugten neugeborenen Kindern.

Selkies:
Wasserfeen der Orkney- und Shetlandinseln, die ein Seehundfell tragen, um sich im Wasser schneller fortbewegen zu können. In Westschottland heißen sie Roane.

Sidhe:
Irische Feen, die von der Göttin Dana und ihrem Volk Tuatha dé Danaan abstammen sollen. Sie erhielten ihren Namen nach dem altirischen Wort für ihre Hügelwohnungen (Sidh).

Skogsra:
Schwedische Feen, die über die Natur gebieten. Sie wohnen in Berghöhlen und stehen den Jägern zur Seite. Sie verwandeln sich gern in Bäume oder bestimmte Tiere und haben einen hohlen Rücken.

Spinnen:
Weltweit eine der Hauptbeschäftigung der Feen. Feen sind überall gern bereit, den Menschen bei dieser Tätigkeit zu helfen.

Sylphen:
Griechisches Wort für Luftgeist. „Silphe“ bedeutet „Schmetterling“. Schmetterlinge sind auch vielverwendete Symbole für Luftgeister; vielleicht bedienen sich Luftgeister der Schmetterlinge, um sich sichtbar zu machen. In Kinderbüchern werden Sylphen meist in schöner, zarter Mädchengestalt mit Schmetterlingsflügeln dargestellt. Möglicherweise hat das Wort auch mit dem lateinischen Wort für Wald, „silva“, zu tun. Im Mittelalter wurde „Sylphe“ gleichbedeutend mit „Hexe“.

Szépasszony:
Hübsche blonde ungarische Feen, die in Blumen und auf Bergen leben und gern singen und tanzen.

Tatzelwurm:
Naturwesen in den Alpen. Er hat einen Echsenleib, kleine Stummelfüße, Stummelflügel und einen breiten Kopf. Mit seinem giftigen Atem setzt er seine Jäger außer Gefecht und rennt dann blitzschnell davon - sofern es einer schafft, ihn zu Gesicht zu bekommen, denn sein Blick ist scharf, so dass er möglicher Gefahr meist vorzeitig aus dem Weg gehen kann. Manchmal kann man seine Pfiffe hören. Der Tatzelwurm kennt die Eingänge zu Höhlen, in denen Schätze zu finden sind, und weiß, wo die Goldadern liegen.

Tinkerbells:
"Als das erste Baby zum ersten Mal lachte, zerbrach das Lachen in tausend Stücke, und diese Stücke hüpften überall herum. So sind die kleinen Elfenfeen entstanden. Jedes Mal, wenn ein Kind sagt: "Ich glaube nicht an Feen", stürzt irgendwo eine kleine Elfenfee zu Boden." (Sir James M. Barrier: Peter Pan)
Mit diesen aus dem Babylachen entstandenen, kleinen herumhüpfenden Lichtern sind die Tinkerbells gemeint. Tinkerbell bedeutet soviel wie Klingelglöckchen und ist die Bezeichnung für winzige weibliche Mischwesen aus Elfen und Feen, eben Elfenfeen, die sowohl dem Luft- als auch dem Ätherreich angehören. Tinkerbells sind lustige, fröhliche, zarte, feine, leichte, bewegliche und manchmal sehr freche Wesen. Sie sind überall dort zu finden, wo wilde Blumen und Kräuter blühen, und in üppig blühenden Feldern, auf blütengesprenkelten Waldlichtungen, an blumenübersäten Flussufern zu Hause. Oft sind sie nur als ein Schimmern, als ein Lichtfunke, aus dem Augenwinkel wahrzunehmen.
Wie der Name schon nahe legt, hört es sich, wenn sie sprechen, an wie ein ganz zartes Glockenläuten. Wenn sie aufgeret sind, wird das Geläute etwas wilder. Ist man einer Tinkerbell begegnet, fühlt es sich an, als ob einem Spinnweben auf dem Gesicht kleben, obwohl sich auf dem freien Feld kein Spinnennetz in der Höhe des Gesichtes befinden kann. Auch ein leichtes Kitzeln auf der Haut kann von der Gegenwart einer Tinkerbell künden, es ist ein liebevoller Gruß. Tinkerbells bringen die Kinder zum Lachen und Erwachsene zum Niesen. Sie stellen allerlei an: pusten Samen durch die Luft, scheuchen Insekten auf, reiten auf Schmetterlingen, wippen auf Blütenblättern und verbreiten die neuesten Nachrichten. Mit Vorliebe lassen sie sich von den Boreas und Sylphen auf Seerosenblättern durch das Wasser treiben, und mit den Undinen sielen sie Fangen. Die verschiedensten Blütenblätter und Blättergewänder schmiegen sich um ihren feinen Körper, und je nachdem, welche Blätter das sind, zeigt das an, mit welcher Pflanze sie am stärksten verbunden sind. Sie sind versehen mit zarten durchscheinende Flügeln, die in allen Regenbogenfarben schimmern, und haben stets einen kleinen Lichtzauberstab, Sternenstaub und Niespulver bei sich. Sie schlafen in Blumenkelchen, eingerollt auf den Blättern der Bäume, in kleinen Asthöhlen oder ähnlichen Stellen.

Titania:
Frau des Elfenkönigs Oberon (Sommernachtstraum von Shakespeare)

Troll:
Elementargeist nordischer Sagen, der in Berghöhlen und Erdhügeln lebt, nach Sonnenuntergang auf Frauenraub geht und Müttern statt ihrer neugeborenen Kinder „Wechselbälger“ in die Wiege legte. Trolle werden durch Mistelzweige, große Feuer oder Kirchenglocken ferngehalten. Von Gestalt glichen sie entweder Riesen oder Zwerge. Die Landbevölkerung war stets auf der Hut vor ihnen. 

Trolle sind die Nachfahren der in vorchristlicher Zeit von dem Donnergott Thor verfolgten Riesen und spielen in den skandinavischen Sagen eine große Rolle. Es heißt, dass sie in Steinblöcke verwandelt werden, wenn ein Sonnenstrahl sie trifft.

Tuatha Dé Danann:
Nach der keltischen Tradition Irlands dämonische Gottheiten, die nach ihrem Sieg über die Formorier das Land regierten. Sie nannten sich nach der Göttin Dana das "Volk der Dana". Der Anführer der Tuatha Dé Danann war Dagda.

Tylwyth Teg:
(auch Bendith Y Mamau)
Blonde walisische Feen, die tanzen, singen und Harfe spielen. Sie wohnen unter der Erde und unter Wasser.

Undine
(abgeleitet von lat.: unda, die Welle): Weiblicher Wasser- oder Naturgeister. Sie sind die Elementarwesen, Vorsteherinnen und Hüterinnen des Wasserelementes auf der Erde und stehen in enger Verbindung mit der Kraft des Mondes.

Vila:
Serbische bzw. bulgarische (Samovila/Samodiva) Feen, die jung und schön sind, lange blonde Haare haben und auf Bergen und in Wäldern wohnen. Sie standen ursprünglich in engem Kontakt zu den Menschen. Sie singen und tanzen, können die Zukunft voraussagen und Krankheiten heilen.

Vulkani:
Vertreterinnen der oberen Klasse weiblicher Feuergeister. Sie gehören ins Feuerreich und sind verwandt mit den Salamandern. Die Feuerreiche sind am weitesten von der Menschenwelt entfernt, in ihnen verstärkt sich der teuflische Wesenanteil der Naturgeister. Vulkani werden oft in Frauen- oder Mädchengestalt, als extravagante Damen oder leichtfertige, übermütige Mädchen dargestellt. Allgemein sind sie schön im Wuchs und ansprechend in ihrem Aussehen. In ihrer Art sind sie ungeduldig, launisch, reizbar, immer in Bewegung, jederzeit kampfbereit und stellen ihre Freiheit über alles.

Wallotes:
(Sie gehören zu den Luftfeen. Unentwegt beaufsichtigen sie die Luftströmungen, die durch viele für uns nicht wahrnehmbare Luftkanäle fließen.

Wechselbalg:
Den Menschen untergeschobenes Feenkind. Es wächst langsam, ist meist sehr hässlich, ungezogen und gefräßig.

Wichtel:
Die Wichtel zählen zu den kleinen Erdvölkern, zu denen auch die Gnome, Kobolde, Zwerge und Trolle gehören, und unterstehen den Gnomenkönigen und -fürsten sowie den mächtigen Hütern der Erdreiche. Die Wichtel sind für alles zuständig, was das Erdreich betrifft. Sie kümmern sich um die kleinsten Tiere, die Käfer, Ameisen, Würmer u. a. Sie helfen den Edelsteinen beim Wachsen und pflegen sie. Sie weben die Blumen in ihrer Vielfalt und bereiten den Tau. Sie kennen alle Heilpflanzen und Heilquellen und führen Menschen, die reinen Herzens sind, zu diesen. Sie verfügen über alle magischen Kräfte, die den Erdgeistern eigen sind, wenden diese im Guten an und können mit ihnen Wunder bewirken.

Wilde Frauen:
Feen in Böhmen, Polen und Slowenien. Gut aussehende Wesen, die in unterirdischen Höhlen hausen und gern Hanf kämmen und weben. Sie kennen die geheimen Kräfte der Natur, stehen in enger Verbindung zum Wetter und stellen aus Pflanzen Salben her, mit denen sie sich unsichtbar machen können. Sie lieben Musik und Tanz und halten freundlichen Kontakt zu den Menschen.

Zauberwald:
Er war bevölkert mit betörenden Feenmädchen, die oft verirrte Ritter verhöhnten. Eine davon, La Belle Dame Sans Merci, war eine Banshee, die zu ihrem Vergnügen sterbliche Liebhaber anlockte und sie durch Zauberkraft dazu brachte, in hoffnungsloser Liebe zu ihr zu entbrennen, um sie dann ihre Willens und der Orientierung beraubt, entkräftet am See zurück zu lassen.

Zwerg:
Kleines behaartes Männchen mit Zipfelmütze, das nordischen Märchen und Sagen zufolge hervorragend Eisen schmieden und kostbare Gegenstände anfertigen kann. Wodans Zauberschwert und Freyas Zauberhalsband „Brisingamen“ sind von Zwergen hergestellt worden.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Sollte Ihnen noch ein Wesen oder eine besondere Geschichte bekannt sein, das hier nicht aufgeführt ist, senden Sie mir bitte eine email, ich nehme Ihren Beitrag gerne auf. Vielen Dank.

                

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Morgane Le Fay, 17. März 2000, Update 2. Dezember 2006
Quelle: Lexikon des esoterischen Wissens, Schirner-Verlag
Feen, Elfen, Gnome, Das große Buch der Naturgeister, Schirner-Verlag